Mi, 22. November 2017

Hochgestecktes Ziel

08.08.2013 12:12

IBM will Computer bauen, die wie Gehirn arbeiten

Der IT-Konzern IBM hat angekündigt, eine neue Computerarchitektur erschaffen zu wollen, die wie das menschliche Gehirn funktioniert. Erforscht werden Chips, die das Hirn nachahmen, in Kooperation mit der Forschungseinrichtung DARPA des US-Militärs bereits seit zwei Jahren. Sie sind aber nur die Vorstufe zu IBMs Vision von Computern, die wie Menschen denken und Daten verarbeiten können.

Um Computer zu erschaffen, die ähnlich funktionieren wie unser Gehirn, muss IBM eine gänzliche neue Computerarchitektur aus dem Boden stampfen, mit dem neurosynaptischen Chip aus dem Gemeinschaftsprojekt mit dem Militär ist es da noch nicht getan. Auch wenn dieser dem IT-Portal "Gizmodo" zufolge bereits die Verknüpfungen von 530 Milliarden Neuronen simuliert.

Die neue Rechnerarchitektur soll das Gehirn noch realistischer abbilden als der erste Chip. Dazu benötige man unter anderem Softwaresimulatoren, die Aufgaben parallel abarbeiten können, wie das auch das menschliche Hirn macht. Ein Neuronen-Modell, das sowohl "deterministische wie stochastische Berechnungen" durchführen kann, um die Welt zu verstehen. Und Programme, die mehrere neurosynaptische Rechenkerne gleichzeitig verwenden.

Bis zum Hirn-Computer ist der Weg noch lang
Noch klingt IBMs Idee vom Hirn-Computer wie pure Science-Fiction. Gelingt den Forschern des IT-Giganten jedoch der Durchbruch, würde dies eine ganz neue Ära in der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine einläuten. Computer würden Menschen dann "verstehen", die Interaktion mit dem Rechner könnte dadurch natürlicher werden. Von der enormen Rechenleistung solcher Maschinen ganz zu schweigen.

Allzu früh sollte man aber nicht mit solchen Computern rechnen. Schließlich gilt es für IBM, nichts Geringeres als den stärksten von der Natur geschaffenen Rechner der Welt nachzubauen, das menschliche Gehirn. Es entspricht in seiner Leistung einem Rechner mit einem Kilowatt Stromverbrauch, zehn Milliarden Neuronen, Hunderten Trillionen Synapsen, der Rechenleistung eines Supercomputers mit 83.000 Rechenkernen – bei nur zwei Litern Volumen.

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