Sa, 16. Dezember 2017

Auf 165 Screens

29.05.2013 11:59

Gigapixel-Bild von New York ziert Wiener Flughafen

Schon vor dem Abflug in den Genuss der New Yorker Skyline kommen ab sofort Reisende am Flughafen Wien: Auf 15 mal neun Metern sind dort im Check-in-Bereich der Austrian Airlines 165 Monitore aufgestellt, die als gigantisches Gigapixel-Bild den Big Apple nach Österreich holen. Die Bilder stammen vom österreichischen Fotografen Lois Lammerhuber, die Software für das Projekt "From Austria to the World" wurde von der Ars Electronica Linz entwickelt.

Die 165 Screens fügen sich im Securitybereich des neuen Flughafenterminals zu einem gigantischen Display mit einer Anzeigefläche von mehr als 530 Megapixeln zusammen. Um auf dieser Fotowand Gigapixelbilder zeigen zu können, sind 60 Server, eine Prozessorleistung von 720 Gigahertz und eine von Ars Electronica eigens entwickelte Software nötig. Letztere zerlegt die hochaufgelösten Bilder in winzig kleine Schnipsel, verteilt sie auf die Server und macht dadurch eine verlustfreie Darstellung der riesigen Bilder möglich.

Den Auftakt macht seit Mittwoch eine Gigapixelpräsentation, die aus insgesamt fünf Gigapixelbildern besteht. Zwei dieser Bilder wurden aus jeweils 240 Einzelaufnahmen zusammengesetzt, die drei übrigen aus jeweils 66 Bildern. Die Fahrt beginnt mit einem Blick hinunter in die Häuserschluchten von Manhattan, schwenkt dann hinauf und eröffnet ein Panorama der Stadt, wechselt dann in eine Nahaufnahme des Empire State Building und zoomt auf das eine oder andere sehenswerte Detail der US-Metropole. Die Lichtstimmung des Vormittags wechselt dabei in jene des Nachmittags und geht schließlich in den Abend und die Nacht über, in der die Lichter New Yorks aufleuchten.

Aufgenommen wurden diese Aufnahmen in schwindelerregender Höhe auf einem windgeschützten Balkon im 61. Stockwerk des Rockefeller Center. Hier fanden Lois Lammerhuber und sein Team nach einigem Hin und Her die ideale Position für ihr Fotoshooting – davor hatte man extra eine Fensterscheibe ausbauen lassen, musste dann allerdings feststellen, dass die aus dem Fenster strömende warme Luft ein optisches Flirren erzeugte, das gestochen scharfe Aufnahmen unmöglich machte.

Am Ende zahlte sich die Hartnäckigkeit der Fotografen aber aus und belohnte mit einzigartigen Aufnahmen. Zwei Tage lang schossen Lois Lammerhuber und sein technischer Berater Martin Ackerl rund 2.600 Fotos und speicherten mehr als 62 Gigabyte Daten. Die Nachbearbeitung der Bilder nahm eine ganze Woche, die reine Rechenzeit, um die einzelnen Bilder zu Gigapixelbildern zusammenzubauen, nochmals 22 Stunden in Anspruch.

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