Mo, 20. November 2017

700.000 Anwendungen

31.10.2012 16:25

Google und Apple haben gleich viele Apps in den Stores

Im Kampf der Smartphone-Betriebssysteme hat Android-Entwickler Google einen neuen Etappensieg zu verbuchen: Erstmals beherbergt der App-Marktplatz Google Play ebenso viele Anwendungen wie Apples App Store. Beide Plattformen umfassen nun rund 700.000 Apps. Damit fällt ein zentraler Vorteil, den Apples iOS-Produkte bisher gegenüber der Konkurrenz hatten.

Erst letzten Monat hatte Apple verkündet, die Marke von 700.000 Programmen in seinem App Store geknackt zu haben. Auch bei der Präsentation des iPad Mini wiederholte Apple diese Zahl nochmals, berichtet das Online-Magazin "ZDNet". Wenige Tage später hat nun auch Google bekannt gegeben, die 700.000er-Marke hinter sich gelassen zu haben und mit Apple gleichzuziehen.

Für Apple fällt damit ein zentrales Argument weg, das unschlüssige Kunden bisher zum Kauf eines iOS-Geräts bewegt haben könnte: die im Vergleich zur Konkurrenz größere App-Vielfalt. Im Rennen gegen Microsofts Windows Phones (derzeit rund 120.000 Apps) wird dieser Wettbewerbsvorteil zwar bis auf Weiteres erhalten bleiben, im Kampf gegen Android ist Apples App Store nun aber nicht mehr im Vorteil.

Kampf zwischen Apple und Google verschärft sich
In den letzten Monaten hat sich der – in zahlreichen Patentverletzungsverfahren auch juristisch ausgetragene – Konkurrenzkampf zwischen Apple und Google immer mehr zugespitzt. Nachdem Google Apple zuletzt mit einigen neuen, zu Kampfpreisen erhältlichen Geräten aus seiner Nexus-Serie angegriffen hat, folgt mit dem Gleichziehen in puncto App-Vielfalt der nächste Schlag.

Geht es nach Apple, ist freilich nicht nur die pure App-Vielfalt, sondern auch die Tatsache, dass er zu mehr Verkäufen führe, ein Argument für den App Store. Zumindest für App-Entwickler, erklärte Apple doch kürzlich gegenüber dem Wirtschaftsmagazin "Bloomberg", dass seit dem Start des Software-Marktplatzes bereits 6,5 Milliarden US-Dollar an Entwickler ausbezahlt worden seien. Den Kunden dürfte das allerdings egal sein, ihnen geht es schließlich um die App-Vielfalt, nicht um die Möglichkeiten für Entwickler, ihre Software zu Geld zu machen.

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