So, 19. November 2017

Kopier-Empfehlung

08.08.2012 15:14

Internes Papier bringt Samsung in Erklärungsnöte

Im US-Megapatentprozess hat Apple eine interne Analyse Samsungs als Beweis vorgelegt, die die Position der Südkoreaner in den Augen der Geschworenen untergraben könnte. In dem 263 Seiten starken Papier (Bild) vom März 2010 sind zahlreiche Empfehlungen zu lesen, es dem iPhone nachzumachen.

In der Analyse, die von Samsungs Ingenieursteam erstellt wurde, wird die Bedienung des iPhone und des Samsung-Smartphones Galaxy S verglichen.

Dabei kommen nicht nur zahlreiche Schwächen in der Galaxy-Software an Licht, die Empfehlung bei fast jedem Detail lautet zudem, es ans iPhone anzugleichen. Es geht zum Teil um Kleinigkeiten wie die Anzeige der Zahl noch offener Seiten im Webbrowser oder die Möglichkeit, ein Wort per Antippen zu kopieren. Auch die Anzeige des Startbildschirms oder von Apps wird genau analysiert.

Allgemeines Design versus Details
Mit dem Beweis konnte der US-Konzern seinem südkoreanischen Konkurrenten Prozessbeobachtern zufolge einen schweren Schlag versetzen, soll das Papier doch darlegen, dass Samsung absichtlich vom iPhone abgekupfert hat. Allerdings muss Apple noch darlegen, dass nicht nur Vergleiche angestellt, sondern spezifische Designs kopiert und Patente verletzt wurden. Samsung beharrt darauf, dass sich die eigenen Smartphones quasi natürlich entwickelt hätten - wie in der gesamten Branche. Zudem seien die Geräte durch zahlreiche Details klar voneinander zu unterscheiden. Apple zufolge besteht hingegen Verwechslungsgefahr.

Rückschläge und Erfolge für beide Seiten
Es ist schon der zweite Dämpfer für Samsung in zwei Tagen. Am Montag wurde auch eine E-Mail mit scharfen Äußerungen von Samsungs Mobil-Chef JK Shin als Beweismittel angenommen. Der Manager erklärt dort unter anderem, das iPhone habe bei Samsung eine "Design-Krise" offenbart und er bekomme oft den Vorschlag zu hören, Apple-Lösungen nachzumachen. Ebenfalls am Montag konnte Samsung allerdings zumindest bei der Befragung eines Designexperten von Apple punkten, der dem gegnerischen Konzern in zahlreichen Details zustimmen musste (siehe Infobox).

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