Mi, 22. November 2017

Apple-Chef im Talk

30.05.2012 10:31

Tim Cook verspricht „unglaubliche“ neue Produkte

Tim Cook hat Apple zwar transparenter gemacht - aber wenn es um künftige Produkte oder die Strategie geht, hält der Konzernchef genauso dicht wie sein legendärer Vorgänger Steve Jobs. Bei seinem ersten großen Interview seit dem Amtsantritt im vergangenen August gab Cook am Dienstagabend nur wenig neue Informationen preis. Allen Fragen nach dem nächsten iPhone oder einem möglichen Apple-Fernseher, über den seit Monaten heftig spekuliert wird, wich er konsequent aus. Stattdessen versprach er lediglich wie üblich "unglaubliche" neue Produkte.

"Das ist eine großartige Frage. Ich werde sie nicht beantworten", sagte Cook während der "D10"-Konferenz des zum "Wall Street Journal" gehörenden Blogs "All Things Digital" etwa zu möglichen Produktankündigungen auf der Mitte Juni anstehenden Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco. Stattdessen versprach der Apple-Chef, die Anstrengungen bei der Geheimhaltung neuer Produkte künftig zu verdoppeln.

Zuletzt waren bei immer mehr Apple-Geräten zumeist kurz vor deren Vorstellung wichtige Informationen durchgesickert. Als Schwachstelle gelten vor allem die vielen Zuliefererbetriebe in Asien. Erst am Dienstag tauchten im Blog "9to5Mac" angebliche Bilder des nächsten iPhone-Modells auf. In der Vergangenheit machten allerdings neben echten Enthüllungen auch diverse gefälschte Bilder im Internet die Runde.

Ping vermutlich vor dem Aus, Siri wird optimiert
Ein paar Andeutungen machte Cook dann aber doch. Dazu gehört, dass Apple sein weitgehend erfolgloses Musik-Netzwerk Ping einstellen könnte und den sprechenden "persönlichen Assistenten" Siri im iPhone 4S deutlich verbessern will. "Die Kunden lieben Siri", verteidigte Cook den persönlichen Sprachassistenten. Viele Menschen bei Apple arbeiteten derzeit zugleich daran, die Funktion zu verbessern, und dies werde in den kommenden Monaten spürbar werden.

Darüber hinaus versprach Cook Neuigkeiten, was eine tiefere Integration von Facebook in das iOS-System der iPhones und iPads angeht. Angesprochen auf sein Verhältnis zum weltgrößten sozialen Netzwerk antwortete der Apple-Chef: "Ich denke, wir können mehr zusammen machen."

Kein gemeinsames Betriebssystem für Tablets und PCs
Cook bekräftigte zudem, dass Apple im Gegensatz zu Microsoft nicht auf ein gemeinsames Betriebssystem für Tablets und PCs setzen werde. Wenn man Rücksicht auf Überbleibsel aus der PC-Welt nehme, halte dies die Innovation bei der Bedienung von Tablets zurück, argumentierte er. Zugleich glaube er nicht, dass Tablets die Notebooks und Desktops ganz ersetzen würden.

Lektion von Jobs: "Fokus auf das Wichtigste"
Befragt nach seinem Vorgänger, dem im Herbst vergangenen Jahres verstorbenen Jobs, sagte Cook, er habe nie versucht, ihn zu ersetzen. Der Apple-Gründer sei ein Genie und Visionär gewesen. "Ich denke, er ist unersetzlich." Er habe von Jobs vor allem gelernt, wie wichtig es sei, einen klaren Fokus auf das Wichtige zu behalten. Es sei klar, dass Apple sich in einiger Hinsicht verändern werde. Dies sei aber auch im Sinne von Jobs, der nicht gewollt habe, dass Apple sich frage, "was würde Steve tun?".

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