Fr, 24. November 2017

Drei Todesopfer

23.05.2011 16:06

Apple untersucht Explosion bei Zulieferer Foxconn

Apple sieht sich erneut mit einem tragischen Ereignis beim Zulieferer Foxconn, dem weltgrößten Elektronikhersteller, konfrontiert: Eine Explosion in einem Werk im Südwesten Chinas am Freitag hat inzwischen drei Todesopfer gefordert. Die Ursache ist noch nicht restlos geklärt, es könnte sich um eine Staubexplosion gehandelt haben. Sabotage im selbstmordgeplagten Unternehmen schließen die Ermittler jedenfalls aus.

"Wir arbeiten eng mit Foxconn zusammen, um herauszufinden, was dieses schreckliche Ereignis verursacht hat", so Apple in einer Stellungnahme. Die Arbeit in der Polierwerkstatt und anderen Teilen des Werkes mit ähnlichen Verfahren, die die Staubexplosion verursacht haben könnten, wurden in dem Werk in Chengdu zunächst vorsichtshalber eingestellt. Ob das Unglück die Produktion des Apple iPad 2 beeinträchtigen wird, war zunächst unklar.

Foxconn hatte einen Teil der Produktion von seinem südchinesischen Werk in Shenzhen nach Chengdu verlagert. Das Werk war erst im Oktober mit einer Investition von zwei Milliarden US-Dollar eröffnet worden. In Chengdu werden auch Laptops zusammengebaut. Foxconn produziert außer für Apple auch für Hewlett-Packard, Dell, Motorola, Nokia oder Nintendo.

Weitere Verletzte im Krankenhaus
Nach dem Unglück erlag am Wochenende ein weiterer Mitarbeiter im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Damit ist die Anzahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Sechs der 16 Verletzten hätten dagegen das Krankenhaus verlassen können.

Zahlreiche Selbstmorde bei Foxconn
Die Arbeitsbedingungen und der Management-Stil bei Foxconn waren im vergangenen Jahr wegen mehrerer Selbstmorde von Beschäftigten ins Gerede gekommen (siehe Infobox). Das Unternehmen hat einen Teil seiner Produktion von der Küste ins Landesinnere Chinas verlagert, weil dort die Löhne niedriger sind. Foxconn beschäftigt in China 900.000 Mitarbeiter.

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