Mo, 23. April 2018

Energetiker-Skandal:

11.04.2018 16:37

Parlamentsoffensive prüft jeden einzelnen Minister

Die „Krone“ hatte den Energetiker-Skandal um das Wiener Krankenhaus Nord aufgedeckt, jetzt wollen die NEOS sichergehen, dass etwas Ähnliches nicht noch einmal passiert: Die pinke Abgeordnete Claudia Gamon hat im Nationalrat gleich 13 identische parlamentarische Anfragen zur Inanspruchnahme von Energetikberatung eingebracht - eine an jeden Minister. Sie will wissen, ob die jetzige Bundesregierung seit ihrem Amtsantritt Energetik-Dienstleistungen in Anspruch genommen hat.

Mitte März deckte die „Krone“ den Energetiker-Skandal im KH Nord auf. In einem dünnen Leistungsprotokoll beschrieb der „Bewusstseins-Forscher“ Christoph F. seine drei Monate dauernde Tätigkeit: „Anhebung der Schwingung des Grundstücks auf das höchstmögliche Niveau“, dazu eine „Einbettung des Gebäudes in den natürlichen Umgebungsplan von Mutter Erde“ und eine „Verlegung eines Schutzrings, der verhindert, dass negative Energien des Umfelds Einfluss auf das Haus und die Menschen nehmen“. In der Einleitung dieses Papiers stellte der Coach (nicht wirklich überraschend) fest: „Uns ist aufgefallen, dass die Voraussetzungen, unter denen das Projekt hier gestartet wurde, alles andere als optimal waren.“

95.000 Euro für Analyse und „energetische Reinigung des Grundstücks“
Für diese Analyse sowie für die „energetische Reinigung des Grundstücks“ und sein Bemühen, „äußere Einflüsse am Höchstmöglichen auszurichten“, erhielt der Unternehmensberater im Jänner immerhin 95.000 Euro Steuergeld. Dafür wissen jetzt die Spitalschefs alles über die „Transformation der Intention des Grundstücks und seine neue Definition: ,Die Liebe möge wachsen und gedeihen.’“

„Auf Nummer sicher gehen“
Diesen Skandal haben die NEOS nun zum Anlass genommen, gleich 13 identische parlamentarische Anfragen zur Inanspruchnahme von Energetikberatung eingebracht. Gegenüber krone.at heißt es seitens der NEOS, dass man dazu in allen Ministerien nachfragen wolle. Die 13 Anfragen muss die Regierung nun bis 10. Juni beantworten.

 krone.at
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