Mi, 23. Mai 2018

Musik und Wissenschaft

13.03.2018 06:00

Woran starb Johann Strauss?

Johann Strauss wäre begeistert gewesen: Lebens- und Krankengeschichte berühmter Komponisten, begleitet von deren Werken und danach noch ein Clubbing! Den Vortrag „Ageing“ hält der renommierte österreichische Forscher Prof. Georg Wick.

Gleich vorweg: Der Schöpfer der „Fledermaus“ wurde 1899 von einer Lungenentzündung dahingerafft. Aber das wirklich Spannende passierte vorher. Und zwar für den Internisten wie auch den Musiker. Das künstlerische Werk der medizinischen Lebensgeschichte eines Komponisten gegenüber zu stellen, ist die spannende Idee, die hinter „Sounds and Science“ steckt. Die Veranstaltung am 17.März um 19.00 in den Wiener Sofiensälen (reduzierte Karten erhältich, Rückfrage bei Dr. Manfred Hecking) beleuchtet heuer ebenso Johannes Brahms und Gustav Mahler aus der Perspektive von Pathologen, Internisten, Gastroenterologen und Nephrologen wie auch ausgewählten Stücke aus dem Schaffen der Musikgenies. Es spielen u.a. Wiener Philharmoniker Violine, Kontrabass, Klavier, untermalt von Gesang, zusammen mit Ärzten und vereinigen beide „Kunstrichtungen“ auf unterhaltsame Weise.

Die Idee zur ungewöhnlichen Konzertreihe „Sounds and Science“ hatten der Philharmoniker Thilo Fechner, die beiden Wissenschafter Univ.-Prof. Dr. Gere Sunder-Plassmann und Prim. Prof. Marcus D. Säemann sowie der MedUni Wien-Internist und Musiker Ass-Prof. Dr. Manfred Hecking. Als Initiatorin fungiert die Internistin Univ.-Prof. Dr. Petra Munda. Wichtig für sie ist, dass Menschen neue Erkenntnisse über Erkrankungen sowie den aktuellen Stand der Forschung im Kontext der Musik neu erleben und verstehen. Dr. Hecking, der selber Kontrabass spielt: „Wir wollten ein breites Spektrum bieten, das zudem auch noch dem Anspruch höchster Qualität erfüllt und Spaß macht! Die Leidensgeschichte hinter dem künstlerischen Schaffen berühmter Komponisten hat mich außerdem immer schon interessiert.“

Modernes Altern
Ein aktuelles Thema ist die moderne Alternsmedizin. Was passiert im Körper über die Jahrzente hinweg, wie kommt es zum Zelltod und wie viel Anteil daran haben die Gene? „Bei Behauptungen, durch Anti-Aging Maßnahmen das Leben verlängern zu können, sollte man vorsichtig sein. Gutes und gesundes Altern erfordert lediglich ein gewisses Maß an Hausverstand“, so Univ.-Prof. Dr. Georg Wick, MedUni Innsbruck. Welche das sind, wird der Forscher ebenfalls vor Ort berichten - zwischen der Sonate für Violine und Klavier in G-Dur opus 78 von Johannes Brahms und  Gustav Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“.

Am Ende des Abends besteht für das Publikum die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Clubbings („Classic meets Clubbing“) mit den Wissenschaftern, Musikern und auch dem Rektor der MedUni Wien, Prof. Markus Müller, der die Initiative unterstützt, auszutauschen. DJ Kirill Kobantschenko sorgt für die passenden Beats.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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