Do, 26. April 2018

Vorfall in Zürich

09.01.2018 16:20

iPhone-Explosion: Sieben Verletzte im Apple Store

Schockmoment in einem Zürcher Apple Store: Als ein Mitarbeiter am Dienstagvormittag einen iPhone-Akku austauschen wollte, überhitzte der Stromversorger und ging in Flammen auf. Der Mitarbeiter erlitt Verbrennungen an der Hand, in dem Geschäft breitete sich beißender Rauch aus. Die Berufsfeuerwehr musste anrücken, sieben Personen benötigten medizinische Betreuung.

Das berichtet die Schweizer Zeitung „Blick“ in ihrer Online-Ausgabe. Demnach seien zum Zeitpunkt des Zwischenfalls 50 Kunden und Mitarbeiter in dem Apple Store gewesen. Schlimmeres verhindert hat die geistesgegenwärtige Entscheidung der Apple-Mitarbeiter, den Akkubrand in Quarzsand zu ersticken. Es gelang, den entstehenden Rauch über die Lüftung des Geschäfts ins Freie zu leiten.

Rettung musste sieben Personen behandeln
Kurz nach dem Zwischenfall traf die Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug beim Apple Store ein. Auch die Rettung war alarmiert worden. Sie behandelte sieben Personen, ein Krankenhausaufenthalt blieb diesen aber glücklicherweise erspart.

Dass Smartphone-Akkus explodieren, ist kein Einzelfall und passiert herstellerübergreifend. Erst im vergangenen Jahr schlitterte etwa der Apple-Rivale Samsung mit seinem Galaxy Note 7 in ein bis heute beispielloses PR-Debakel, weil sich bei einigen Geräten die Akkus entzündeten. Samsung musste das Pannen-Smartphone schließlich vom Markt nehmen.

Brände sind Folge von Akku-Kurzschluss
Auch über iPhone-Explosionen wurde in der Vergangenheit immer wieder berichtet. Oft kommt es zu solchen Zwischenfällen, wenn äußere Gewalt auf den Akku wirkt – etwa bei einem Sturz. In so einem Fall kann die Trennschicht im Akku versagen, die Anode und Kathode voneinander abschirmt, die Folge ist ein Kurzschluss in Kombination mit starker Hitzeentwicklung.

Forscher auf der ganzen Welt arbeiten angesichts der Risiken aktueller Lithium-Ionen-Akkutechnik an sicheren Alternativen. Erst vor einigen Monaten feierten Schweizer Forscher einen Durchbruch bei der Entwicklung eines brandsicheren Feststoff-Akkus. Bis die neue Technologie Marktreife erlangt, werden aber wohl noch Jahre ver- und weitere Smartphones in Flammen aufgehen.

 krone.at
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