Do, 23. November 2017

Schnell und schlank

09.05.2008 10:25

Das leichteste Notebook der Welt im krone.at-Test

Asus hat es mit seinem "Eee PC" vorgemacht, inzwischen zielt eine ganze Reihe von Herstellern mit ihren leichten "Netbooks" auf den mobilen Käufer und dessen Geldbeutel ab. In punkto Ausstattung und Leistungsumfang können die Notebook-Winzlinge aber oftmals nicht mit ihren großen Brüdern mithalten. Nicht so hingegen das "Portégé R500" aus dem Hause Toshiba: Das 12,1-Zoll-Notebook des japanischen Herstellers ist nicht nur ein echter Leichtgewicht-Weltweister, sondern hat auch in technischer Hinsicht einiges zu bieten.

Wer das Toshiba-Notebook das erste Mal in den Händen hält, wird überrascht sein: Gerade einmal 799 Gramm bringt das 28,3 mal 21,6 Zentimeter große und nur knapp zwei Zentimeter hohe Gerät in seiner leichtesten Modellvariante auf die Waage - und ist damit leichter als der "Eee PC" und andere Konkurrenten aus dem Subnotebook-Lager.

Trotz der geringen Abmessungen und des leichten Gewichts muss man nicht auf gängigen Komfort verzichten: Das Top-Modell der Serie kommt mit einem stromsparenden Core2-Duo-U7700-Prozessor sowie einem 945-GMS-Grafikchipsatz mit bis zu 256 MB aus dem Hause Intel daher, bietet zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sowie ein 64 Gigabyte großes Solid State Drive.

Im Bereich der Schnittstellen bietet das Toshiba-Gerät im Vergleich zu Apples MacBook Air geradezu überschäumenden Luxus: Drei USB-Ports, ein VGA-Anschluss sowie ein Ethernet-Interface sind ebenso vorhanden wie eine Firewire-Schnittstelle oder ein Kopfhöreraus- und Mikronfoneingang. Für die drahtlose Kommunikation befinden sich WLan (a/g/Draft-n), Bluetooth sowie ein UMTS/HSDPA-Modem serienmäßig an Bord des Portégé R500. Für die Sicherheit ist mit einem Fingerprint-Scanner gesorgt.

Auch für Erweiterungsmöglichkeiten gibt es noch Platz: Neben einem SD-Card-Steckplatz steht ein zusätzlicher PC-Card-Slot zur Verfügung. Verzichten muss man bei der Top-Ausstattung allerdings auf ein optisches Laufwerk. Wer auf dieses besteht, muss zur billigeren, aber mit 1.099 Gramm auch deutlich schwereren 160-GB-Harddisc-Variante zurückgreifen.

Beim Bildschirm setzt Toshiba auf ein 12,1 Zoll großes transflektives WXGA-Display mit einer Auflösung von 1.280 mal 800 Pixeln. Die Besonderheit daran: Bei ausreichender Helligkeit lässt sich die Hintergrundbeleuchtung des Displays abschalten; das Display nutzt dann das Umgebungslicht als Lichtquelle für die Anzeige. Dies soll nicht nur Strom sparen, sondern zudem den Einsatz unter verschiedensten Lichtbedingungen ermöglichen.

Es bedarf allerdings schon einer recht starken Lampe oder eines wolkenlosen Himmels, um gänzlich auf die Hintergrundbeleuchtung verzichten zu können. Das wiederum bedingt, das die von Toshiba angegebene Akku-Laufzeit von bis zu acht Stunden nur schwer realisierbar ist, zumal mit der Business-Edition von Windows Vista als Betriebssystem ein weiterer Stromfresser mit an Bord ist. Im Test hielt der Akku rund drei Stunden – ein kleines Manko, das man angesichts der Leichtbauweise des Notebooks und der damit einhergehenden Akku-Größe allerdings in Kauf nehmen muss.

Ebenso - wenn auch ein wenig widerwillig – akzeptieren muss man, dass der Blickwinkel des Displays recht klein ausfällt, was bei nicht optimaler Arbeitsposition zu Abschattungen am Bildschirmrand führt. Punkten kann Toshiba hingegen mit der über die gesamte Gehäusebreite gehenden Tastatur, dessen Tasten bis auf wenige Ausnahmen Standardgröße besitzen. Eine mühsame Umstellung auf kleinere Tasten, wie man es beispielsweise vom "Eee Pc" gewohnt ist, ist also nicht nötig.

Fazit: Toshibas "Portégé R500" lässt eigentlich kaum Wünsche offen: Das äußerst kleine und leichte Notebook macht nicht nur von außen, sondern auch von innen eine mehr als gute Figur. Mängel, wie der kleine Blickwinkel des Displays oder auch die schon nach kurzer Zeit recht warmen, allerdings geräuscharmen Lüfter-Ausstoßungen, gibt es zwar, fallen aber nicht so sehr ins Gewicht, dass sie den positiven Gesamteindruck trüben könnten. Ein wirklicher Dämpfer ist einzig und allein der Preis: Mit günstigstenfalls rund 2.540 Euro für die Flashspeicher-Variante ist das Gerät für den Normalanwender eindeutig zu teuer. "Wäre es doch – zumindest in dieser Hinsicht – nur ein Eee PC", wird sich manch einer da wohl wünschen.

von Sebastian Räuchle

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