Der Auftritt von Wissenschaftsministerin Holzleitner Sonntag in der „ZiB2“ steht wohl sinnbildlich für die Performance der Bundesregierung und ihrer Partei. Es ist natürlich nicht angenehm, unpopuläre Entscheidungen zu vertreten, aber kann man als Ressortverantwortliche ernsthaft öffentlich im Fernsehen sagen: „Das entscheide ich nicht“? Wozu ist die Dame dann überhaupt da? Minister kommt vom Lateinischen „ministrare“, was auf Deutsch „dienen“ bedeutet. Vielleicht ist es doch keine so gute Idee, Latein aus den Universitäten zu verbannen? Widersprüchlich ist, wenn die SPÖ sich stets für Reichen- und Vermögenssteuern ausspricht, nach dem Willen der Partei aber Studenten wohlhabender Familien beitragsfrei studieren können. Ebenso wie jene EU-Bürger, die in ihrem Heimatland gar keinen Studienplatz hätten und nach dem Abschluss sofort wieder dorthin zurückkehren. Und so müssen wir halt alle weiter leiden, weil manche sich nicht konsequent entscheiden.
Florian Stadler, Aschach/Donau
Erschienen am Di, 20.10.2026
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