Der leider schwer erkrankte neue Hoffnungsträger der 15%-Partei SPÖ, Markus Marterbauer, positioniert sich im ersten großen Interview ganz klar. Primäres Ziel seiner Politik wird die Verhinderung der FPÖ in einer künftigen Regierung sein. Weiter geht es bei seinen Äußerungen sinngemäß damit, dass die ahnungslose FPÖ Österreich ins Chaos stürzen würde. Zur Causa Zeiler nimmt er auch sehr voreilig Stellung: „Das Kapitel Zeiler ist in der SPÖ abgeschlossen.“ Kann jetzt der eine oder andere ideologisch auf Seite des roten Wunderwuzzis sein, aber politisch hat er mit diesem Statement total versagt. Wäre das gegenwärtige Chaos in der einst staatstragenden Partei nicht eine gute Gelegenheit gewesen, sich zumindest ansatzweise von der antiquierten Vranitzky-Doktrin zu lösen und damit der SPÖ bei etwaigen künftigen Koalitionsoptionen mehr Spielraum zu geben? So hat er die Rolle der SPÖ auf weitere Jahre prolongiert. Mit dieser Politik schließt er mittlerweile 40% der Wähler aus und kann beim nächsten Auftritt feierlich verkünden: „In der SPÖ nichts Neues.“
Alexander Neumann, Grünbach am Schneeberg
Erschienen am Fr, 16.10.2026
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