Neue Entwicklung in der Causa um Roland Weißmann: Die Mitarbeiterin, deren Vorwürfe im März seinen Rücktritt zur Folge hatten, ist laut „Krone“-Informationen vom ORF freigestellt worden.
Die ORF-Mitarbeiterin hatte dem früheren ORF-Generaldirektor Roland Weißmann sexuelle Belästigung vorgeworfen. „In dieser Angelegenheit sind mehrere Verfahren gerichtsanhängig“, bestätigte der ORF der „Krone“. Allerdings wolle man „sich zu diesen nicht äußern, ebenso wenig zu den behördlichen Ermittlungen.“ Der ORF könne „aber versichern, dass alle neuen Informationen und Beweise einer rechtlichen Würdigung unterzogen werden.“
ORF-Mitarbeiterin forderte Weißmann-Rückzug
Ausgangspunkt der Causa waren die Vorwürfe einer ORF-Mitarbeiterin, die Weißmann Fehlverhalten ihr gegenüber vorwarf. Sie wandte sich im März mit Chats und Bildmaterial an die Spitze des ORF-Stiftungsrats und forderte unter anderem Weißmanns Rückzug von der ORF-Spitze.
Weißmann trat in der Folge tatsächlich zurück, den Vorwurf der sexuellen Belästigung bestritt er jedoch vehement. Der Compliance-Bericht des ORF stellte weder eine sexuelle Belästigung im strafrechtlichen Sinne noch eine solche im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes fest.
Mehrere Verfahren
Jetzt kämpft Weißmann in mehreren Strängen beim Arbeits- und Sozialgericht gegen seinen früheren Arbeitgeber. Es geht um hohe finanzielle Forderungen und Haftungsfragen. Gegen die jetzt freigestellte ORF-Mitarbeiterin wird wegen schwerer Erpressung ermittelt. Denn die Chatverläufe, die die Staatsanwaltschaft Wien ausgewertet haben, zeichnen ein anderes Bild der Beziehung, als die Frau vorher behauptet hatte. In dem Zwischenbericht heißt es: „Es ist nicht zu erkennen, dass die Frau eingeschüchtert wirkt.“
Jetzt ist jedenfalls die Justiz an der Reihe, für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
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