Sie ist die nächste Farce aus Wien. Die Regierung verkauft sie als „Amazon-Steuer“, in Wahrheit zahlt sie der Kunde. Wer glaubt, Amazon zahle das aus der Portokasse, glaubt an den Weihnachtsmann. Am Ende kostet das Packerl für Oma Erna 2 Euro mehr, das Ersatzteil für den Bauern 3 Euro mehr und die Bestellung für die kleine Boutique im Ort noch mehr. Getroffen werden nicht Konzerne, getroffen werden die Leute am Land, die keinen Shop ums Eck haben. Getroffen wird der kleine Händler, der ohnehin gegen Amazon kämpft. Aber Hauptsache, man kann in Wien sagen: „Wir haben die Großen zur Kasse gebeten.“ Eine Verhöhnung! Wer Amazon wirklich treffen will, soll ansetzen, wo sie Steuern vermeiden – nicht beim Packerl derer, die eh nix mehr haben!
Christian Ballmüller, Zwettl
Erschienen am Mo, 5.10.2026
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