Es ist bemerkenswert, dass manche in der SPÖ offenbar glauben, noch genügend Zeit zu haben, um die aktuelle Situation einfach auszusitzen. Dabei scheint man noch immer nicht zu erkennen, wie ernst die Lage tatsächlich ist. Wenn es wirtschaftlich weiter bergab geht, werden viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Das ist keine theoretische Gefahr, sondern eine Entwicklung, die man politisch ernst nehmen muss. Was mich besonders beunruhigt, ist das fehlende Bewusstsein für die Dringlichkeit. Wer glaubt, mit Abwarten und Durchhalten Vertrauen zurückzugewinnen, verkennt die Realität. Mit Andreas Babler sehe ich keine Zukunft für die SPÖ. Angesichts der derzeitigen Entwicklung muss man sich inzwischen sogar fragen, ob die Partei überhaupt noch eine politische Zukunft hat. Österreich braucht keine Politik des Aussitzens, sondern Führung, klare Ziele und vor allem die Fähigkeit, rechtzeitig zu handeln. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird nicht nur die Zukunft der Partei verspielen, sondern auch das Vertrauen der Menschen, für die die SPÖ einmal gegründet wurde.
Herbert Willerth, Lanzendorf
Erschienen am Mo, 5.10.2026
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