Ich möchte Ihnen schildern, wie sehr mich die neue Paketsteuer im Alltag trifft. Ich bin gesundheitlich eingeschränkt, seit längerer Zeit im Krankenstand und kann große Einkaufszentren oder Menschenmassen derzeit kaum bewältigen. Für mich war Online-Shopping keine Bequemlichkeit, sondern eine wichtige Unterstützung, um den Alltag meiner Familie zu organisieren. Ich bestelle regelmäßig kleine Schulartikel für meine Tochter – Pinsel, Lineale, Hefteinbände, Füllfedern, Schnellhefter, Bleistifte, Hefte und vieles mehr. Lehrer verlangen diese Dinge oft kurzfristig, und bisher konnte ich sie problemlos und günstig online bei Amazon besorgen, meist spätabends, wenn ich nach einem belastenden Tag endlich zur Ruhe gekommen bin. Durch die Paketsteuer wird jeder dieser kleinen Einkäufe unverhältnismäßig verteuert. Die Paketsteuer wurde als Gegenfinanzierung für die Mehrwertsteuersenkung auf bestimmte Grundnahrungsmittel eingeführt. Diese angebliche Entlastung ist für meinen Haushalt jedoch nicht spürbar. Ein paar Cent weniger bei Milch oder Brot helfen mir nicht – aber die Paketsteuer trifft mich unmittelbar und hart. Sie erschwert mir den Alltag, statt ihn zu erleichtern, und zwingt mich zu Wegen, die ich gesundheitlich nicht bewältigen kann. Ich empfinde diese Maßnahme als konsumentenfeindlich und unsozial. Sie trifft nicht große Konzerne, sondern Menschen wie mich – Menschen, die ohnehin schon stark belastet sind und jeden Tag kämpfen, ihren Alltag zu bewältigen.
Margit Huber, per E-Mail
Erschienen am So, 4.10.2026
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