Jetzt stünde mit Gerhard Zeiler der nächste Nachfolger für den glücklosen Andreas Babler Gewehr bei Fuß. Doch der SPÖ-Parteiobmann und Vizekanzler bleibt gelassen, was allerdings wenig verwundert: Seine eigene Statutenreform aus dem Jahr 2023 macht einen Sturz seiner Person extrem schwer. Wer Babler ablösen möchte, muss durch ein hoch kompliziertes Verfahren und im Zweifel Tausende Genossen mobilisieren. Da stellt sich doch die berechtigte Frage: Wo waren damals die anderen Parteigenossen? Solch weitreichende Entscheidungen kann Andreas Babler schließlich nicht alleine getroffen haben. Wie es aussieht, haben sämtliche Verantwortungsträger bei der Abstimmung – das Handy in der einen Hand, mit offenem Mund und ausgeschaltetem Denkapparat – wort- und emotionslos zugestimmt. Diese damals anwesenden Genossen sollten, sofern noch ein Rest von Gewissen vorhanden ist, für diesen Murks freiwillig auf einen Monatslohn verzichten. Wer wundert sich da eigentlich noch über die aktuellen Umfragewerte?
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Sa, 3.10.2026
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