Die „Krone“ brachte einen großen Artikel unter dem Titel: „Sie haben es geschafft: Danke, Österreich“. Sehr aussagekräftig ist ein Satz in der Einleitung: „Doch es gibt auch jene, die sich in Österreich gut integrierten.“ Dieser Satz lässt erahnen, wie sich die Gesamtsituation der Flüchtlingswelle von 2015 seither entwickelte. Aber dazu gibt es ja jede Menge öffentliche, amtliche Statistiken und Medienberichte. Im Artikel werden jedenfalls einige Menschen vor den Vorhang geholt, wird ihr neues Leben in Österreich als positives Beispiel vorgestellt. Und man muss vorausschicken: Auch sie kamen als Asylwerber und vermutlich genauso illegal wie all die anderen Hunderttausenden seither. Man hat bei der Kurzbeschreibung auch nicht unbedingt den Eindruck, dass diese Menschen in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten und deswegen flüchten mussten. Der vorgestellte Herr z. B. arbeitete übrigens, bevor er nach Österreich kam, in der Türkei. Er war dort also schon in Sicherheit, in einem sicheren Land. Was gab der wohl als Asyl- bzw. als Fluchtgrund an? Trotz aller berechtigten Fragen rund um Asyl und Flucht wünsche ich diesen Menschen und auch allen anderen, die in Österreich „angekommen“ sind und einer geregelten Arbeit nachgehen, alles Gute.
Josef Höller, per E-Mail
Erschienen am Di, 29.9.2026
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