Ich war selbst ca. 30 Jahre auf Bezirksebene politisch für die SPÖ tätig. Dadurch weiß ich, wovon ich spreche. Immer schon wurde es jungen, engagierten Parteimitgliedern erschwert, sich zu profilieren oder einen Posten zu erkämpfen. Mir erging es Anfang der 90er nicht anders. Dadurch gibt es immer, wenn ein Parteivorsitzender – egal auf welcher Ebene – zur Debatte steht, das Gejammere, dass es „leider“ keinen Jungen gäbe, der das Amt übernehmen kann! Doch jetzt einen 71-Jährigen als Hoffnungsträger der SPÖ zu etablieren und zu feiern, entbehrt jeder Logik. Auch für Politiker sollte es ein Alterslimit geben. Nämlich, dass man mit 60 Jahren letztmalig für ein Amt kandidieren darf. Man regiert – trotz viel Erfahrung – an der realen Welt und der jungen Generation vorbei. Es gibt viele Beispiele. Russland, China, Amerika.
Ferdinand Ertl, ZBR Wiener Linien i.R., Wien
Erschienen am Mo, 28.9.2026
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