Die scharfen Angriffe auf Bundespräsident Van der Bellen nach seiner Rede in New York sind völlig überzogen. Wenn man das Vorgehen der israelischen Regierung im Westjordanland oder in Gaza kritisiert, bedeutet das doch nicht, dass man das Existenzrecht Israels leugnet. Es ist ein billiges absurdes Ablenkungsmanöver, das Staatsoberhaupt gleich als „Hamas-Versteher“ oder Feind Israels hinzustellen, nur weil er unangenehme Wahrheiten beim Namen nennt. Eine ehrliche Freundschaft und eine lebendige Demokratie müssen es aushalten, dass auch rote Linien und Völkerrechtsverletzungen offen kritisiert werden dürfen. Wahrheit muss Wahrheit bleiben, egal, um welches Land es geht.
Ernst Pitlik, Wien
Erschienen am Fr, 25.9.2026
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