Die Herbsternte fällt noch schlechter aus als erwartet. Wieder enorme Schäden, wieder Millionenverluste – und wieder folgt reflexartig die Debatte über Hilfen. Seit Jahren wissen wir, dass Hitze und Trockenheit zunehmen. Trotzdem behandeln wir jede Dürre wie ein überraschendes Einzelereignis: Schaden feststellen, Geld verteilen, weitermachen. Das ist keine Vorsorge, das ist Reparaturbetrieb. Und hoffentlich bedeutet das für unsere Betriebsführer am Ende nicht auch noch: von Kredit zu Kredit. Wir müssen endlich Wasser in der Landschaft halten, Humus aufbauen, unsere Böden und Betriebe widerstandsfähiger machen. Hilfe im Notfall ist notwendig, aber sie ersetzt keine Vorsorge. Die nächste Dürre wartet nicht auf das nächste Hilfspaket. Die Natur verhandelt nicht.
Ewald Grünzweil, Vorderweißenbach
Erschienen am Mi, 23.9.2026
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