In unseren Medien wird Trump gern als sprunghaft oder außenpolitisch als unbegabt dargestellt. Doch wirft man einen Blick auf die aktuelle geopolitische Lage, zeigt sich ein anderes Bild. Seine Passivität im Nahen Osten könnte eiskaltes Kalkül sein. Während Iran und Huthis die Straße von Hormus sowie die Meerenge Bab al-Mandab blockieren und vitale Welthandelsrouten lahmlegen, schaut Washington auffallend gelassen zu. Frühere US-Präsidenten griffen in Krisen, wie in Libyen bis zum Irak, schnell als „Weltpolizei“ ein, um Seewege und Märkte zu sichern. Warum also lässt sich Trump diesmal so viel Zeit? Die Antwort liegt auf der Hand: Die USA sind heute Nettoexporteur von Energie – und der Hauptleidtragende des Ausnahmezustandes ist nicht Amerika, sondern Europa. Unsere Wirtschaft leidet massiv unter den blockierten Schifffahrtswegen und explodierenden Preisen, während wir gleichzeitig gezwungen sind, teures Fracking-Öl und Flüssiggas aus den USA zu importieren. Am Ende geht Trump aus diesem geopolitischen Drama als wirtschaftlicher Gewinner hervor. Seine MAGA-Anhänger freut es, Europa zahlt die Zeche. Man sollte Trumps Zögern daher nicht mit Unfähigkeit verwechseln, es ist eher die konsequente Umsetzung seiner „America First“-Doktrin – auf Kosten seiner „ehemaligen“ Verbündeten. Unsere EU kann dagegen nichts unternehmen, sie ist gelähmt und hilflos. Während sich die mächtigen BRICS-Staaten (elf Staaten, vier Milliarden Menschen) bei ihrem Gipfeltreffen in Neu-Delhi – obwohl untereinander auch nicht unbedingt die besten Freunde – zu einer gemeinsamen Erklärung durchgerungen haben, mit dem Ziel, das bisherige Weltgefüge ins Wanken zu bringen, denkt die EU nach, wie viel Geld man noch in den Ukraine-Krieg investieren könnte!
Ing. Hans Peter Jank, per E-Mail
Erschienen am Sa, 19.9.2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.