Der Katzenjammer der sogenannten Altparteien in Österreich und Deutschland ist ja nicht mehr zu ertragen. Es ist halt schon ein Drama, wenn man bei diversen Umfragen und bei einer Wahl halbiert wird und die Gefahr besteht, nicht mehr zu den fetten Futtertrögen zu kommen. Aber glücklicherweise haben diese Verlierer den Grund dafür gleich gefunden. Das freche und undankbare Volk ist schuld und ist daher jetzt einfach aus Trotz ins rechte Eck gerückt. Die deutsche Sozialministerin hat die Kritiker gleich ganz offen sogar als „einheitsbraun“ bezeichnet. Dass die Altparteien es trotz Regierungsverantwortung in den ganzen Jahren einfach nicht schafften, die anfallenden Probleme zu lösen, kommt ihnen gar nicht in den Sinn. Und dass sie durch ihr Nichthandeln ihre Wähler vertrieben haben, auch nicht. Mit offenen Augen und mit dem Ohr beim Volk hätten sie längst erkennen müssen, warum es dem Volk in nahezu allen Bereichen jetzt schlechter geht als vor 10 Jahren. Und warum taten sie es nicht? Deswegen, weil sie abgehoben und unreflektiert in einer heilen Welt lebten und den Kontakt zum Volk völlig verloren haben. Wichtig waren nicht Problemlösungen, sondern Machterhalt und Postenverteilung im eigenen Kreis. Nur einfache Gespräche mit Polizisten, Lehrern, Ärzten und Pflegepersonal hätten rasch klargestellt, wie es im Land mit der Kriminalität, Frauenrechten, Bildungsdefiziten, allgemeiner Respektlosigkeit und im Gesundheitssystem aussieht. Dass hier die verfehlte Migrationspolitik eine wesentliche Rolle spielt, drängt sich wohl auf. Wenn man sich dann noch die Mühe gemacht hätte und mit fleißigen Leistungsträgern und somit Systemerhaltern im Land gesprochen hätte, würde man auch wissen, dass es volle Zustimmung für Sozialleistungen an jene, die nicht arbeiten können, gibt, aber keine Zustimmung für Leistungen an jene, die nicht arbeiten wollen oder gar nichts in das System einzahlen! Es wurde einfach am Volk vorbeiregiert.
Dr. Peter Kozlowsky, Auersthal
Erschienen am Mi, 16.9.2026
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