Es ist lobenswert, dass BK Stocker nach Berlin fliegt und sich mit den sparsamen, willigen Staatschefs trifft, um eine Sparbremse der EU zu beschließen. Erschreckend in diesem Zusammenhang ist, dass das Budget gegenüber der laufenden Finanzperiode um 60% aufgestockt werden soll. Es darf auch nachgefragt werden, wozu die EU 2500 neue Beamte benötigt. Die Union ist ein Fass ohne Boden. Braucht man so viele Beamte, um festzulegen, ob man ein Nahrungsmittel als Marmelade oder Konfitüre benennen soll? Auch Lobbyisten kosten viel Geld, um beamtete Entscheidungsträger gefügig zu machen für die gewünschten Entscheidungen. Es wäre an der Zeit, dass BK Stocker auch das Thema Nettozahler anspricht. Wir haben ein formidables Budgetminus, da wäre es geboten, in der EU um Zahlungserleichterungen oder Sistierungen für zwei oder drei Jahre anzusuchen. Damit hätte Österreich das Budgetdefizit rasch erledigt und ausreichende Mittel zur Unterstützung der Bauern zur Verfügung. Die Abhängigkeit Österreichs zur EU würde sich verringern. In jedem ordentlichen Unternehmen würde man den Finanzchef feuern, wenn er mit solchen Forderungen kommt. Die EU-Beamten, könnte man meinen, sehen es so, dass das Geld aus dem Bankomaten kommt. Es ist bezeichnend, wie locker mit unserem Geld umgegangen wird.
Rudolf H. Krenn, Wien
Erschienen am Sa, 29.8.2026
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