Das freie Wort

Einsturz der Reichsbrücke 1976

Am 1. 8. 1976 um ca. 4 Uhr Früh fuhr ich, Jahrgang 1936, von der Stadt kommend mit dem Auto über die Reichsbrücke nach Kaisermühlen in die Wohnung und ging noch ins Bett. Das Fenster war offen und ich hörte in der Morgenstille plötzlich einen unbeladenen Lkw mit Anhänger durch die Schüttaustraße über das Kopfsteinpflaster donnern. Ich war empört über diese Zumutung in der Sonntagsstille. Vormittags ging ich mit meinen Töchtern entlang der Alten Donau zur Russenkirche in der Wagramer Straße. Beim Überqueren der Straße der gewohnte Blick nach links Richtung Stadt. Da sieht man normalerweise in der Straßenmitte die Stephanskirche in einem stehenden Rechteck, eingerahmt durch Konstruktionsteile der Reichsbrücke, doch diese fehlten. Die Russenkirche war gesperrt und wir gingen direkt zur Reichsbrücke. Diese war ab der Schüttaustraße bereits gesperrt, man konnte nicht mehr weiter. Die ganzen Brückenteile waren umgefallen und von der Ferne kaum sichtbar. Der Abstand durch die Breite des Überschwemmungsgebietes war zu groß. Nun war mir auch klar, woher das Donnern kam, es war der Zusammenbruch des Stahlkolosses.

Ing. Herbert Franz, Wien

Erschienen am Mi, 5.8.2026

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
21.9.2026Datum auswählen
Der Bürger ist nicht der Geldautomat der Republik!
Brauchen wir Parteien? Ja. Brauchen wir diese Summen? Nein. Und schon gar nicht braucht der Steuerzahler das ewige politische Jammern, wenn die ...
Hans-Peter Hauer
Selbstbereicherung der Parteien
Klaus Herrmann trifft es auf den Punkt, wenn er die Selbstbereicherung der Parteien über die Parteienförderung kritisiert, welche schamlos aus den ...
Friedrich Travnicek
Hohe Parteienförderung
In Österreich ist die Parteienförderung etwa fünfmal so hoch wie in vergleichbaren Ländern. Und mit diesem Geld werden viele Politiker alimentiert, ...
Helmut Speil
Einigung zu Grönland
Es wird sich zeigen, ob die Einigung von Grönland und Dänemark etwas Positives hat für diese Staaten und auch für Europa. Dies ist fürs Erste einmal ...
Franz Neller
Sobotkas Foto
Ich könnte das Foto von Herrn Sobotka auch machen – mit dem Handy und dann bei DM ausdrucken lassen. Das würde nur drei Euro kosten. Wenn er das ...
Gertrude Springer
Babler sollte bleiben
Ich kann nur hoffen, dass diese unselige Obmanndebatte endlich zur Ruhe kommt. Es ist längst keine sachliche Kritik mehr an Babler, sondern Gerüchte ...
Mag. Patricia Velencsics
Steuersenkung auf Lebensmittel
Experten haben 2000 Kassazettel ausgewertet und festgestellt, dass die Ersparnis nur 57 Euro im Jahr und nicht 100 Euro beträgt. Im Monat sind das ...
Josef Kucera
Pensionsbezug
Ich will nicht, dass der 13. und 14. Monatsbezug von Heimbewohnern in die Heimkosten fließen. Bewohner haben auch Bedürfnisse. Sie müssen sich die ...
Walpurga Hinterhofer
Wir müssen uns über Toleranz unterhalten
Es geht nicht darum, ob Österreich mit dem Islam umgehen kann oder nicht. Aber was das Kopftuch anlangt, so muss man zwei Dinge festhalten. Ich ...
Markus Neuner
Herbst der Entscheidungen
Diese vollmundig verkündete Aussage, es gebe einen Herbst der Entscheidungen, ist, ob der bisher erbrachten Leistungen, leider als Drohung für uns ...
Gottfried Leeb
CO2-Abgabe streichen
Liebe Regierung, bevor ihr wieder so eine eigenartige, aufwendige Aktion wie die Senkung der MwSt. für Lebensmittel macht, streicht für einen zu ...
Helmut Koger
Selbst bezahlen!
Wenn Herr Sobotka ein Bild um 30.000 Euro als Porträt, das im Parlament hängen soll, will, soll er es sich selbst kaufen. Wie abgehoben kann man nur ...
Gottfried Stessl
Sesselkleber
Hätte ich solch schlechte Umfragewerte wie Herr Babler, müsste ich mich fragen, ob ich nicht auch etwas falsch gemacht habe. Aber nein, bei diesem ...
Ricki Posch
Gefährliche E-Scooter
Das ist sowieso ein eigenes Kapitel, Unfälle mit diesen Geschoßen. Anders kann man diese Fahrzeuge nicht nennen. Sollte Personen, die mit diesen ...
Rudolf Kachina
Diana,.
die Königin der Herzen. Auf dem Foto der „Krone bunt“ wirkt Diana wie eine sehr selbstunsichere Frau, der jedoch bewusst ist, dass sie lediglich ...
Theodor Arbeiter
Vizekanzler Babler
Es ist erstaunlich, wie der derzeitige Vizekanzler von vielen als Witzfigur hingestellt wird. Aber er zeigt keine Ermüdungserscheinungen, „seine ...
Herbert Kohlböck
Politiker in der Ukraine
Solange sich die Ukraine in einer „Kriegssituation“ befindet, sollten alle Beteiligten nicht versuchen, mit der Ukraine schon jetzt Brötchen zu ...
Kurt Novotny
Das hätte ich nie gedacht
Ich hätte nie gedacht, dass Red Bull an der Tankstelle einmal billiger wird als Diesel.
Harald Rauch
Klimaschutz ohne Konsequenzen
Klimaschutz ist keine Ideologie, sondern lebensnotwendig. Das hat das heurige Jahr gerade zum Leidwesen der Landwirtschaft mit Rekordhitze ...
Martina Aumann
Insolvenzfonds in Insolvenzgefahr
Wenn es für Betroffene nicht so tragisch wäre, würde es fast als Kabarettnummer durchgehen: Der Insolvenzfonds ist, überpointiert formuliert, selbst ...
Mag. Martin Behrens
Pension
Zu meiner Zeit gab es nur 8 Schuljahre. Wir begannen mit 14 Jahren das Berufsleben. Damals gab es noch den 6-Stunden-Tag und die 50-Stunden-Woche. ...
Reinfried Haselsberger
U-Ausschuss Pilnacek
Nachdem die erfolglose Suche zum Tod von Herrn Pilnacek wieder weitergeht, stellt sich die Frage, ob oder wann denn ein Endergebnis vorliegen wird? ...
Walter Ulbricht

Voriger Tag
21.9.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung