Viele werden dieses 3:3 gegen Algerien als pures Glück bezeichnen. Ich sehe das anders. Fußball-Glück fällt nicht vom Himmel. Es belohnt jene, die bis zur letzten Sekunde an sich glauben. Als Algerien in der 93. Minute das 3:2 erzielte, schien nach 44 Jahren der Traum vom Achtelfinale geplatzt. Ganz Österreich hielt den Atem an. Viele hatten innerlich bereits Abschied genommen. Doch unsere Mannschaft dachte nicht daran. Sie kämpfte weiter. Drei Minuten später stand plötzlich ein ganzes Land kopf. Dieses 3:3 war weit mehr als ein Last-Minute-Tor. Es war der Lohn für eine Mannschaft, die nie aufgehört hat, an ihre Chance zu glauben. Solche Momente entstehen nicht zufällig. Sie wachsen aus Einsatz, Leidenschaft und der Überzeugung, dass ein Spiel erst mit dem Schlusspfiff entschieden ist. Genau dafür steht unser Fußball-General Ralf Rangnick. Er hat dieser Mannschaft weit mehr als Taktik vermittelt. Er hat ihr eine Haltung gegeben: den Glauben, dass ein Spiel erst mit dem Schlusspfiff entschieden ist. Und genau dieser Glaube hat Österreich nach 44 Jahren wieder in eine WM-K.-o.-Phase geführt. Jetzt wartet Spanien. Vielleicht der stärkste Gegner des Turniers. Doch gerade deshalb beginnt das nächste Kapitel dieses Fußballmärchens. Denn jedes Märchen beginnt mit einem Helden, dem niemand etwas zutraut. Cordoba hat einer Generation den Glauben an das Unmögliche geschenkt. Dieses 3:3 hat einer neuen Generation gezeigt, dass Wunder nicht vom Himmel fallen – man muss bis zur letzten Sekunde an sie glauben. Fußball-Glück fällt nicht vom Himmel. Es gehört jenen, die bis zum Schlusspfiff niemals aufgeben. Österreich lebt. Österreich jubelt. Und nach 44 Jahren hat sich Rot-Weiß-Rot seinen Platz im Fußballhimmel zurückerobert. Danke, Team Österreich!
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