Die geplante Erhöhung der Parteienförderung hat bei vielen Österreichern für Unverständnis gesorgt. Umso bemerkenswerter ist, dass die Bundesregierung nach breitem öffentlichen Widerstand von diesem Vorhaben wieder Abstand genommen hat. Ein wesentlicher Anteil daran gebührt der „Krone“, die diese Forderung frühzeitig und kritisch aufgegriffen hat. Die anschließenden Reaktionen in den sozialen Medien haben gezeigt, dass viele Bürger nicht bereit sind, jede politische Entscheidung kommentarlos hinzunehmen. Diese Entwicklung ist erfreulich. Sie beweist, dass öffentliche Diskussionen, kritischer Journalismus und freie Meinungsäußerung durchaus etwas bewirken können. Politik sollte die Anliegen der Bevölkerung ernst nehmen und nicht erst dann reagieren, wenn der Widerstand zu groß wird. Viele Österreicher haben derzeit den Eindruck, dass die Interessen von Parteien und Politikern oft wichtiger genommen werden als die Sorgen der arbeitenden Bevölkerung und der Pensionisten. Umso wichtiger ist es, dass Bürger ihre Meinung äußern und Missstände aufzeigen. Die aktuelle Debatte hat gezeigt: Engagement und öffentlicher Druck können durchaus Veränderungen bewirken.
Herbert Kraxner, Bildein
Erschienen am Do, 11.6.2026
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