Im Februar des Vorjahres schlug die ÖGK Alarm: Man erwarte für 2025 ein Minus von 906 Mio. Euro. Jetzt präsentiert ÖGK-Obmann McDonald die endgültigen Zahlen: Das Defizit betrug letztes Jahr nur 156,3 Mio. Euro (ein Sechstel des prognostizierten Abgangs). Dieses Jonglieren mit Gebarungszahlen erinnert an die Brüder Grimm. Den heimischen Vertragsärzten ist besagtes ÖGK-Verwirrspiel noch gut aus Zeiten der neun Gebietskrankenkassen bekannt. Speziell vor Honorarverhandlungen schlüpften Kassenfunktionäre in die Rolle von Märchenerzählern. Sie malten eine drohende Zahlungsunfähigkeit der Sozialversicherung an die Wand, um so Ärztevertretern besonders niedrige Tarife abzuringen. Kaum war der neue Vertrag unterschrieben, schrumpfte das Defizit. Diesem Tarnen und Täuschen waren die Kammerfunktionäre nicht gewachsen. Eine teilweise sittenwidrige Honorierung der Kassenärzte ist die traurige Folge.
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Mo, 18.5.2026
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