Ich bin 83 Jahre alt, habe also schon einen gewissen Überblick. Da meine Mutter berufstätig war, bin ich schon als Schulkind einkaufen gegangen. Dieses von den Emanzen propagierte Halbe-Halbe musste und muss uns auch heute niemand vorsagen. Die Greißlerin verpackte die Erdäpfel oder das Gemüse in Stanitzeln aus Zeitungspapier. Wer den Begriff nicht mehr kennt – in Neudeutsch heißt das „Tüten“. Das Zeitungspapier wurde im Keller gelagert und im Winter verheizt. Was man da verheizte, sparte man an Koks und Kohle ein. Heute würde Altpapier gesammelt und wiederverwertet. Selbstverständlich gehe ich auch jetzt meiner Frau zur Hand. Mit jedem Einkauf bringt man eine Unmenge Müll nach Hause, alles ist in Plastik und Schachteln verpackt. Recyceln? Dass ich nicht lache, ein Großteil liegt sogar in den Grünanlagen herum. Wir alle wissen, in den Ozeanen treiben schwimmende Inseln aus Kunststoffabfällen, so groß wie Mitteleuropa. Ich fürchte, wenn wir nicht zur echten Müllvermeidung zurückkehren, dann wird sich absolut nichts ändern.
Helmut Belanyecz, Wien
Erschienen am Mo, 6.5.2024
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