Das freie Wort

Kriminalstatistik

Die Zahlen explodieren, doch der Innenminister kalmiert. Es wäre nur eine Statistik und daher nicht alles so schlimm. Im Wesentlichen werde heute eben mehr als früher angezeigt, aber die Zahl der Verurteilungen steige nicht so arg. Kein Wunder, es wird doch eigentlich nur noch „auf freiem Fuß“ angezeigt, vielleicht wirklich strafverfolgt, aber dann eben doch nicht rechtskräftig verurteilt. Dies besonders bei den Delikten von noch nicht Strafmündigen. Genau das aber ist der Kern. Eben weil so viele ungeschoren „davonkommen“, wächst die Kriminalität des Nachwuchses. Kein Wunder in einem Land, wo Vergewaltiger und Schläger frei herumlaufen, weil die Justiz sich auf die vergleichsweise mit höheren Strafen belegten Eigentumsdelikte konzentriert und ein missglückter, fast beuteloser Einbruch bei der Frau Minister höher bestraft wird als ein Delikt gegen Leib und Leben! Fast wünschte man sich, das... Aber das darf man als unbescholtener Bürger ja nicht einmal andenken!

Heinrich Nowak, Steinabrückl

Erschienen am Do, 28.3.2024

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