Der ehemalige Kanzler Sebastian Kurz ist verurteilt worden. Medien haben im Vorfeld des Prozesses martialisch von der Möglichkeit einer mehrjährigen Haftstrafe gesprochen. Kurz braucht sich aber kein schweres Herz zu machen. Er kann sich am Schicksal des ehemaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser orientieren. Wie der kann auch er einen langen, langen Instanzenweg beschreiten. Den beiden steht dafür im Gegensatz zu gewöhnlich Sterblichen Geld in ausreichender Menge zur Verfügung. Da die Mühlen des Gesetzes in dieser Gesellschaftsetage sehr langsam mahlen, weil hochkarätige Anwälte jede Menge Sand ins Getriebe zu streuen pflegen, liegt eine tatsächliche rechtskräftige Verurteilung in sehr, sehr weiter Ferne.
Josef Rosenberger, Sinabelkirchen
Erschienen am So, 25.2.2024
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