Chefredakteur Klaus Herrmann meint in seinem Brief an die Leser: „Nein, man darf die politische Vergangenheit in Österreich nicht verklären.“ Richtig! Die meisten Regierungen waren zu feige, um längst notwendige Reformen durchzuziehen. Solche Einschnitte geschehen immer gegen den Willen der Bevölkerung, denn wirksame Gesundheits- oder Pensionsreformen sind nicht mehrheitsfähig. Auch in Zeiten des ungetrübten Wohlstands hat sich die Politik maßlos neu verschuldet. Selbst für Sozialleistungen wurde frisches Geld aufgenommen. Diese Verantwortungslosigkeit endet zwangsläufig in einem finanziellen Niedergang. Unter den Vorboten leiden wir derzeit. Schwenk zu „Krone“-Kolumnist Rainer Nowak. Sein Blick in Richtung NR-Wahl ist ein realistischer: Aufgrund kompletter Zerstrittenheit drohen sämtliche Koalitionsverhandlungen zu scheitern. Geht es nach Nowak, bekommen wir dann wieder ein Expertenkabinett. Damit endet das Herumschütten mit schuldenfinanzierten Milliarden. Es folgt eine Sanierungsperiode mit jährlichen Sparpaketen.
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