Lieber Herr Mark Perry, mit großer Freude habe ich vernommen, dass der Feldhamster zum Tier des Jahres 2024 gewählt wurde. Er zählt zwar zu den streng geschützten Tierarten, ist aber weiterhin in seinem Bestand schwer gefährdet, weil er laufend von seinen bevorzugten und angestammten Habitaten (Wiesen, Felder) vertrieben wird. Weil für Gewinnmaximierung Bodenverbrauch und Bodenverdichtung offensichtlich Priorität erlangten. Selbst die moderne (industrielle) landwirtschaftliche Nutzung der Böden setzt dem Feldhamster schwer zu. Hat die Gier uns Menschen dermaßen durchseucht, dass wir diesen putzigen Geschöpfen nicht einmal mehr ihre Lieblingsplätze gönnen? Außer ihre Fluchtorte auf dem Zentralfriedhof?
Ingrid Winter-Schafferhans, per E-Mail
Erschienen am Mo, 20.11.2023
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