Voller Stolz verkünden der Kanzler und die Verteidigungsministerin, dass Österreich nun endlich Raketen kaufen wird, die 200 km Reichweite haben. Dazu muss man wissen: Österreich hat sich seinerzeit verpflichtet, keine derartigen Waffen mit einer Reichweite von mehr als 30 km zu erwerben, ein klarer Vertragsbruch also. Solche Systeme benötigen eine gewaltige Infrastruktur, es braucht ganze drei Lkw, um diese Raketen im Land herumzufahren und ggf. abzufeuern. Die Einschulung ist aufwendig, Reservisten kann man dafür nicht heranziehen. Zudem macht man sich natürlich zur Zielscheibe, wenn man solche Gerätschaften herumzieht. Jeder einzelne Schuss kostet Millionen, für die Waffenlobby ein hervorragendes Geschäft. Die 200 km Reichweite sind eine reine Verlegenheitsgröße. Um wirklich effizient zu wirken, müsste man schon einige tausend km Reichweite haben, wir müssten also weit über unsere Grenzen hinausschießen. Die im Heer schon vorhandene Mistral kostet pro Schuss ein paar tausend Euro und kann auch von Milizsoldaten nach kurzer Einschulung bedient werden. Wir bewegen uns damit innerhalb der Verträge, Hubschrauber oder Drohnen können auch damit erfolgreich bekämpft werden. Für einen Gegner wäre es fast unmöglich, solche Ziele zu bekämpfen, weil sie zahlreich in der Infanterie mitgeführt werden können. Aber es würde halt nicht so viel Steuergeld verpulvert, und folglich würden auch die Provisionen an gewisse Leute dementsprechend niedriger ausfallen.
Martin Gasser, Neumarkt
Erschienen am So, 19.11.2023
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