Es hat einen schalen Beigeschmack, dass ausgerechnet eine christliche Partei maßgeblich daran beteiligt war, dass den Protestanten und Altkatholiken Österreichs ihr höchster Feiertag genommen und jenen, die an diesem Tag arbeiten, ihre Zuschläge gestrichen wurden. Die „persönliche Feiertagsregelung“ ist kein adäquater Ersatz für einen gesetzlichen Feiertag für alle. Der Karfreitag gehört ebenso zu Ostern wie der Stephani- und der Dreikönigstag zu Weihnachten. Auch in spiritueller Hinsicht vernachlässigbar(er) erscheinen im Vergleich die Marienfeiertage im August und Dezember. Aber auch ein zusätzlicher Feiertag würde die österreichische Volkswirtschaft nicht umbringen und wäre, angesichts der auch im internationalen Vergleich hierzulande hohen Produktivität, auch zu rechtfertigen. Der Fleiß ist also da in Österreich – warum dann dafür kein Ausgleich?
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