Das freie Wort

Grosz will auch!

Es ist alles andere als lustig, wenn ich lesen muss, dieser „Tempelhupfer in der österreichischen Politik“, Gerald Grosz, will sich auch bewerben. Ein eklatanter Schreihals in den Medien, Gründer etlicher kurzlebiger Parteien und zuletzt auch noch Bundespräsidentschafts-Kandidat gegen Van der Bellen. Allerdings mit knapp 5,57% Zustimmung bekam er da eine deutliche Abfuhr. Am Freitag kündigte der ehemalige BZÖ-Politiker Gerald Grosz gegenüber der APA seine Kandidatur für den SPÖ-Vorsitz an. Zuletzt war er Redner beim „politischen Aschermittwoch“ der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD). Nun wendet er sich aber einer anderen Partei zu: „Ich bin mit heutigem Tag, 24. März 2023, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs geworden und darf hiermit mitteilen, dass ich mich um das Amt des Bundesparteivorsitzenden der SPÖ bewerbe!“, heißt es in einem Schreiben an die SPÖ. Da hat er sich aber gewaltig geirrt. Pech für Grosz: Die SPÖ lässt die Kandidatur nicht zu. Zwar hatte Grosz die dafür notwendige SPÖ-Mitgliedschaft beantragt, aber: „Das Beitrittsansuchen des Rechtspopulisten Gerald Grosz wird natürlich abgewiesen. Grosz repräsentiert das Gegenteil der Grundsätze der Sozialdemokratie“, hieß es aus der Partei zur APA. Diesem Typen ist nichts zu blöd. Hauptsache, er ist in den Medien. Besonders die „Privaten“ laden diesen politischen Ungustl immer wieder ein.

Franz Schramböck, Linz

Erschienen am Do, 30.3.2023

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