Das freie Wort

Pestizide

Sehr geehrte Frau Sarah Wiener, Berichterstatterin der Verordnung (Grüne)! Jeder Klein- und Großbetrieb sowie Landwirte haben während der Pandemiezeit versucht, ihren Betrieb sowie die Arbeitsplätze zu erhalten, auch wenn dabei familiäres und privates Kapital investiert werden musste. Sie allerdings stellen sich hin und wollen eine ganze Branche wie die Landwirtschaft mit Ihrer Aussage über die Reduzierung der Pestizide in den Ruin stürzen. Soll es tatsächlich so weit kommen wie in England? Die Bevölkerung steht dort vor leeren Regalen, da weder Obst noch Gemüse importiert werden kann und die dort heimische Landwirtschaft nicht genug für das ganze Land produzieren kann. Da Sie ja in Brüssel von unseren Steuergeldern leben, wird Sie das vermutlich wenig tangieren geschweige denn belasten – dies ist typisch Grün-Politiker. Haben Sie denn schon mal einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt? Oder kennen Sie etwa alle Herausforderungen, mit denen wir Bauern tagtäglich zu kämpfen haben? Ich denke nicht, denn sonst würden Sie die österreichische Landwirtschaft etwas mehr unterstützen und nicht mit voller Kraft dagegen arbeiten. Meine Berufskollegen und ich versuchen mit viel Herzblut die österreichische Gesellschaft mit gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen. Aber vergleichen Sie die Zahlen – wie viele Betriebe mussten ihre Tore schließen, da es nicht mehr wirtschaftlich war und weil sie vor allem einfach nicht mehr überleben konnten? Ich hoffe, dass meine Worte bei den entsprechenden Personen ankommen und dort zum Nachdenken anregen. Österreichs Landwirtschaft sollte mehr geschätzt werden – von Politik und Gesellschaft, denn wir versorgen Österreich mit Nahrung!

Johann Kaffer, per E-Mail

Erschienen am So, 5.3.2023

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