In politisch ruhigen Zeiten kann man die „ideologische Gangschaltung“ langsam und von vielen unbemerkt in die gewünschte Richtung betätigen. Hingegen erfordert Krisenmanagement schnelle Maßnahmen, wodurch die eine oder andere politische Richtung an die Oberfläche geschwemmt wird! Europa, eingekeilt zwischen China und den USA, befindet sich in der größten Krise seit dem 2. Weltkrieg und kämpft buchstäblich um sein wirtschaftliches Überleben! Essenziell ist es daher, die Inflation so niedrig wie möglich zu halten, allein schon deshalb, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu hätte nahezu jedes Mittel recht sein müssen. Stattdessen hat sich die EU davor gescheut, in die Energiepolitik einzugreifen. Wie man sieht, ergeben sich in Krisenzeiten viele Situationen, in denen sich Ökonomie und Sozialpolitik anscheinend unvereinbar gegenüberstehen. Einerseits fürchtet unsere Regierung Markteingriffe wie der Teufel das Weihwasser, andererseits hätten die überdimensionalen Gewinne einer OMV und anderer Konzerne Haushalten, aber auch den Mittelbetrieben mehr als gutgetan! Ein spezielles „No-Go“ scheint für manche Parteien zu sein, soziale Probleme mit ökonomischen Maßnahmen zu bekämpfen. Der Neoliberalismus vergangener Jahrzehnte hat offenbar ganze Arbeit geleistet! Beim Thema Mietdeckel hätte ich mir die Grünen an vorderster Front erwartet, habe aber den Schatten der ÖVP übersehen, so dass schließlich die Sozialdemokratie das Rennen mit dieser Forderung machte. Es ist wohl nötig, auch da fest auf die Bremse zu steigen, um die Inflationsspirale einzubremsen. Unbestritten ist jedenfalls, dass die Scheu vor größeren Eingriffen in die europäische Markwirtschaft jeden Europäer, also auch uns Österreicher, um einen großen Teil seiner Ersparnisse gebracht hat, den er gerade jetzt im Sinne der Klimawende bitter nötig hätte. Eine mutigere, weniger neoliberale Politik hätte uns auch Zinsanhebungen ersparen können, mit denen man jetzt die Wirtschaft niederprügeln muss, um die Inflation herunterzubringen! Während die Demokraten eine noch weiter links stehende Partei (Grüne) überholen, setzt eine zum Überholen an, die Taufpate dieses unseligen Liberalismus sein könnte! Welch ein Widerspruch, wären da nicht drohende Existenzprobleme, mit denen viele zu kämpfen haben, mit eine Erklärung. Die EU wird immer deutlicher zu einer Gemeinschaft, die in Krisenzeiten handlungsunfähig ist!
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