Das freie Wort

Pflegenotstand

Es gilt, die Menschen zu bewegen, dass sie die Alten, Kranken pflegen, die grad in Zeiten, so wie diesen, auf ihre Hilfe angewiesen. Ein Heimplatz, der so sehr begehrt, bleibt Hilfesuchenden verwehrt. An Pflegekräften fehlt es schwer. Und viele Betten stehen leer! Nun wäre dringend, wie gesagt, beherzte Politik gefragt. Der Dienst am Menschen, der behindert, der Dienst, der die Beschwerden lindert, ist oberstes Gebot der Zeit, ist Dienst aus tiefster Menschlichkeit! Man sollte ihn gerecht entlohnen, wie die Experten stets betonen. Und auch das Image sollt man heben, als Anreiz, Mitmenschen zu pflegen! Leere Worte, die schön klingen, werden keine Lösung bringen, wenn sie noch so laut gesagt. Nur ein „Kraftakt“ ist gefragt, um den Menschen zu erklären, wie sie uns noch wichtig wären, sind sie schwächlich schon und krank. Pflege wär für sie der Dank, Dank für das, was sie gegeben, Dank für pflichterfülltes Leben!

Willibald Zach, Krems

Erschienen am Do, 7.10.2021

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