Die Pflegereform soll jetzt stückchenweise kommen und die Pflegelehre eingeführt werden. Wieder einmal werkeln völlig Ahnungslose am österreichischen Pflegesystem herum und machen alles noch schlimmer, als es schon ist. Ein zukünftiger Pflegelehrling wird eine Lehrlingsentschädigung von mindestens 500 Euro erhalten, der Schüler in der Pflegeschule 100 Euro Taschengeld über die gesamte Ausbildungszeit. Wohin werden sich die wenigen Interessierten wohl wenden? Eine Verbesserung der Qualität und ein Mehr an Fachkräften ist damit sicher nicht zu erwarten. Pflegebetten schießen aus dem Boden wie die Schwammerln. Wer aber wird dort zukünftig arbeiten, wenn jetzt schon zu wenige Fachkräfte da sind? Gebaut wird, weil Pflege ein riesiger Wirtschaftsfaktor ist und die Konzerne sich damit dumm und dämlich verdienen wollen. Die Pflegebedürftigen und das Personal werden dabei auf der Strecke bleiben. Es fehlt eine starke Vertretung der professionellen Pflege, daher wird man den Wünschen nach „Mehr“ und „Billiger“ von Politik und Wirtschaft in der nächsten Reform sicher nachkommen. Pflegekräfte aus Kolumbien, China und Afrika werden jetzt schon rekrutiert und sollen offenbar die immer größer werdenden Lücken des Pflegesystems füllen. Das hatten wir schon einmal, und es hat nicht funktioniert. Auf die Idee, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten, kommt wohl niemand bzw. will man sich das nicht leisten. Wer billig kauft, kauft teuer. Ein alter und wahrer Spruch, der mir aber die Grausbirn aufsteigen lässt, wenn ich ihn in einen Zusammenhang mit pflegebedürftigen Menschen bringe. Österreicher, seid auf der Hut! Es ist das Bett, das ihr euch heute richtet, in das ihr euch morgen legen werdet!
Franz Karner, Neumarkt
Erschienen am Mo, 19.7.2021
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