Dass sich die EU und Großbritannien nach zähem Ringen und schier endlosen Verhandlungen auf ein Handelsabkommen einigen konnten, ist nicht nur ein Akt der Vernunft, sondern auch eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Auch wenn speziell Großbritanniens Ausstieg aus dem europäischen Erasmus-Programm für Studierende schmerzt, hat sich letztendlich der Pragmatismus durchgesetzt. Mit dem Last-Minute-Deal wurde ein Super-GAU verhindert und gleichzeitig eine solide Grundlage für die künftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien geschaffen. Die langwierigen Verhandlungen, welche einem Pokerspiel gleichkamen, haben sich letztendlich doch gelohnt. Die Zustimmung der verbleibenden 27 EU-Mitgliedsstaaten zum Post-Brexit-Vertrag gilt somit nur noch als reine Formsache.
Ingo Fischer, Lavamünd
Erschienen am Mo, 28.12.2020
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