Es wird immer unerträglicher, wie unsere Gesellschaft mit dem Bauernstand umgeht. Viele Bauern haben sich dem Credo „wachse oder weiche“ mehr oder weniger zwangsweise verschrieben und sich in der Folge stark verschuldet, um auf einem völlig übersättigten Markt nur durch weitere Überproduktion bestehen zu können. Ein Teufelskreis, in dem durch immer größer werdenden Druck von den Großkonzernen jährlich Tausende Bauern resignieren und jahrhundertelang bewirtschaftete Höfe stillgelegt werden. Dass letztlich auch die Qualität unserer Lebensmitte durch dieses Überangebot leidet, versteht sich wohl von selbst. Kein Mensch braucht unzählige verschiedene Joghurts, Würste, Käsesorten etc. Dieses unglaubliche Überangebot ist leider kein Zeichen gesunden Wohlstands, sondern das erste Anzeichen von Dekadenz, da in der Folge unfassbare Mengen an Lebensmittel einfach auf dem Müll landen, während in anderen Teilen der Welt Menschen verhungern. Die Krönung in dieser bauernverachtenden Gesellschaft setzt jetzt das OGH-Urteil gegen einen Bauern, dessen Kuh ihr Kalb gegen eine „Naturguckerin“, die sich vermutlich gewundert hat, dass kein Tier der vor ihr stehenden Herde lila ist, verteidigt hat. Der betroffene Bauer schließt nun verständlicherweise aus Selbstschutz seine Alm, und weitere Landwirte werden ihm folgen. Es wäre wirklich wünschenswert, dass unsere Gesellschaft mehr auf ihren Bauernstand achtet und sich vor allem in Sachen Lebensmittelproduktion auf vermeintlich altmodische Werte besinnt und endlich erkennt, dass das massive Sterben kleiner und mittlerer Landwirtschaftsbetriebe am Ende uns allen schadet und wir uns schrittweise in die totale Abhängigkeit von Großkonzernen begeben. Was das am Ende bedeutet, kann und sollte sich jeder selbst ausmalen.
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