Mit der gezielten Tötung des iranischen Generals Soleimani hat US-Präsident Trump dem Iran nicht nur de facto den Krieg erklärt, sondern er nimmt eine weitere Destabilisierung des Mittleren Ostens in Kauf. Die von den USA im Zuge des aufgekündigten Nuklearabkommens verhängten verschärften Sanktionen gegen den Iran waren bereits eine Demütigung für den Mullah-Staat und schwächten vor allem moderate Kräfte rund um Präsident Rouhani. Präsident Trump spielt mit dem Feuer. Es bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten kühlen Kopf bewahren, um keinen Flächenbrand, der unabsehbare Folgen hätte, zu verursachen. Kriege sind nämlich die größte mentale Verirrung der Menschheit.
Ingo Fischer, Lavamünd
Erschienen am Mi, 8.1.2020
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