Wenn Prof. Badelt, der ehemalige Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien und derzeitige Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes, dem also mehr wirtschaftliche Kompetenz als der gesamten Bundesregierung zuzubilligen ist, sinngemäß meint, dass die Vorhaben der künftigen Bundesregierung im Regierungsprogramm relativ detailgenau dargestellt sind, die Frage der Finanzierung jedoch weitgehend unbeantwortet bleibt, dann ist das Regierungsprogramm für mich nicht viel mehr als eine Sammlung von Wunschzetteln ohne Bezug zur Realität. Selbst wenn man berücksichtigt, dass dieses Programm auf fünf Jahre angelegt ist, führt Prof. Badelt weiter aus, wird sich die Finanzierung der geplanten Vorhaben nicht ausgehen. So viel könne er heute schon sagen, meinte der Professor. Auch dieses Regierungsprogramm ist also nur ein bloßes Wunschdenken und recht armselig im Vergleich zum Wirbel, der darum gemacht worden ist, wenn es das Beste von Türkis und Grün sein soll und nicht nur ein Werbegag, um uns Österreicherinnen und Österreicher schon wieder Sand in die Augen zu streuen. Ähnliches kennen wir bereits von der türkis-blauen Einheitspartei her und müssen jetzt schon wieder sehen, dass die Grünen schnell von den Türkisen gelernt haben, wie man die österreichische Bevölkerung an der Nase herumführen und hehre Ziele formulieren kann, die schon Makulatur sind, bevor der Herr Bundespräsident diese Regierung noch angelobt hat.
Franz Frühwirth, Gastern
Erschienen am Mi, 8.1.2020
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