Das Zitat der Klimaaktivistin Greta Thunberg „Wir werden euch das nicht durchgehen lassen“ bekommt nach den Demonstrationen in Köln aus Sicht der Älteren eine neue Bedeutung. Es ist höchste Zeit, den Spruch zurückzugeben und sich gegen einen aufkeimenden Generationskonflikt zu wehren. Mit Kopfschütteln verfolgen viele die ungerechten Vorwürfe der Jungen an die Alten zum Thema Klima. Von einem Wohlstand, den die heutige Jugend hat, konnte die „Oldie-Generation“ nur träumen. Führerschein, Auto, Reisen, Handy, Fastfood und vieles mehr sind für Jugendliche so selbstverständlich wie vielfach auch das Sponsoring der älteren Generation an die Jungen. Trägt der höhere Lebensstandard nicht auch zum Klimaproblem bei? Dumme „Oma-Lieder“ wie auf WDR (hoffentlich mit harten Konsequenzen für die Verantwortlichen) oder beleidigende Handy-Tweets haben die Alten, die diesen Wohlstand durch ihre Arbeit geschaffen haben, sicher nicht verdient. Wem es mit der Umwelt ernst ist, sollte sich Gedanken über seinen eigenen Beitrag für ein besseres Klima überlegen, egal, ob jung oder alt. Miteinander und nicht gegeneinander gestalten wir die Welt, in der wir leben.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mi, 8.1.2020
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