Wegen der Nullzinspolitik bekommen Sparer seit Jahren für ihre Spareinlagen minimale Zinsen, welche weit unter der Inflationsrate liegen. Geht es nach den großen Banken, wird das wohl noch länger so bleiben. Das bedeutet für unser Geld auf dem Sparbuch jedes Jahr einen massiven Vermögensverlust. Allein 2018 waren es in Österreich laut einem führenden Bankmanager rund fünf Milliarden Euro, welche Sparer durch die Inflation an Wert verloren haben. Da in erster Linie Banken Jahr für Jahr an dieser Situation viel Geld verdienen, besteht von ihrer Seite kein Interesse einer Veränderung. Damit liegt die Forderung nach einer gerechten Zinspolitik bei den Regierungen. Unsere politischen Vertreter zeigen jedoch wenig Interesse für die Sparer, weil die verschuldeten Staatshaushalte ebenfalls von niedrigen Zinsen profitieren. Natürlich kann die Politik die unabhängige Europäische Zentralbank nicht beeinflussen, aber sie könnte mit anderen Maßnahmen gegensteuern, etwa mit Steuergesetzen, Finanzhilfen für den Kapitalmarkt usw. Eine Diskussion darüber ist höchst notwendig, damit die kleinen Sparer nicht weiterhin die Dummen sind!
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Sa, 5.10.2019
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