Die Wahlen sind vorbei, und ich glaube, die meisten sind froh darüber! Jetzt heißt es wohl, die Gräben, die man verbal aufgerissen hat, wieder zuzuschütten, die Ärmel aufkrempeln und zusammenzuarbeiten. Und es heißt auch eines: Die Kirche im Dorf lassen! Es kann wohl nicht sein, dass eine Partei wie die Grünen, die zwar mit 14% einen schönen Wahlerfolg eingefahren haben, bestimmt, was in den nächsten Jahren in Österreich passieren muss! Die Schwarz/Türkisen haben mit 37% knapp dreimal so viel Stimmen erhalten und sollten daher auch die bestimmende Kraft sein – das Volk hat so entschieden, auch wenn das so mancher Grüne anscheinend noch nicht begriffen hat! Sollte es zu einer Koalition zwischen den beiden kommen, dann würde ich – und wahrscheinlich viele andere Wähler auch – erwarten, dass die Grünen mit entsprechender Demut in die Verhandlungen gehen! 86% haben die Grünen nicht gewählt – das sollte auch ihnen langsam klar sein. Mein Vorschlag wäre: Beide Parteien legen ihre Programme vor, und dann verzichten Schwarz/Türkis auf 25% ihres Programmes und genauso Grün auf 75% ihres Programmes! Dies würde bei einer Zusammenlegung der Wählerstimmen der beiden Parteien dem jeweiligen Stimmenanteil entsprechen – sagt mein Hausverstand! Wobei Bildung, Verkehr und Klima sicher gemeinsame Eckpunkte sein sollten, an die man aber realpolitisch herangehen kann und muss! Oder bestimmen in Österreich Minderheiten die Politik?
Wolfgang Fahlenbock, Innsbruck
Erschienen am Sa, 5.10.2019
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