Das freie Wort

Freibrief zur Tierquälerei

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag, und unsere Gerichtsurteile für Tierquälerei werden immer milder. Es ist eine Schande, dass ein Bauer, der mehr als 20 Rinder und einen Hund verhungern und verdursten lässt, mit einer Diversion davonkommt. 200 Tagsätze zu je 5 Euro, das ist ja lächerlich, wenn man bedenkt, unter welchen Qualen die Tiere verendet sind. Aber eigentlich war es ja nur eine Sachbeschädigung, da Tiere noch immer als Sache gelten. Da sich solche Vorfälle in letzter Zeit bei uns gehäuft haben, muss endlich auch in der Politik ein Umdenken erfolgen. Das Thema Tierschutz war bei den ganzen Themen zur Wahl nicht präsent. In jeder Berufsgruppe, wenn man einen Betrieb eröffnen möchte, muss man eine Lehre machen und dann eine Meisterprüfung. Als Bauer brauchst du nur einen Stall oder eine Baracke zu haben, und schon geht es los mit der Tierhaltung, bei vielen, wie man sieht, ohne Kenntnisse von den Bedürfnissen der Tiere. Also schützen wir nach dem 4. Oktober, dem Welttierschutztag, nicht nur unsere Haustiere Hund, Katze usw., sondern auch besonders die Nutztiere, und wenn jemandem ein Fall von Tierquälerei auffällt, nicht weg-, sondern hinschauen und sofort der Polizei oder der Behörde melden.

Inge Eiselt, Klagenfurt

Erschienen am Fr, 4.10.2019

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