„Früher“ hätte man von einem schlechten „Bankenwitz“ gesprochen. Man bringt sein Geld zur Bank, und es wird immer weniger. Aber nicht nur der „Sparer“, nein, auch die Banken werden, wenn sie Einlagen haben, mit Negativzinsen von derzeit minus 0,4 auf 0,5 oder 0,6 steigend bestraft. Das ist jener Satz, den die Banken für Einlagen bei der EZB quasi als „Strafe“ zahlen. Das Geld soll lieber als Kredit der Wirtschaft zugeführt werden. Das milliardenschwere Programm zum Ankauf von Staatsanleihen (15 bis 30 Milliarden pro Monat) will EZB-Chef Mario Draghi wiederbeleben. Staatsanleihen von hochverschuldeten Ländern zu kaufen ist gleichbedeutend mit: Dieses Geld ist für immer verloren. Aber was spielt das schon für eine Rolle. Wir in Europa müssen doch alle zusammenhalten. Vom „Ankauf“ von (wertlosen) Staatsanleihen wurde uns aber „damals“ nichts gesagt. Der Satz: Wir haben alle das gleiche Mitspracherecht, klingt wie blanker Hohn. Aber wen kümmert das heute noch, es ist ja schon so lange her.
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