Der Wahltermin rückt näher. Da ist es vielleicht angebracht, darüber nachzudenken, wie sich Politiker zu Wahlen äußerten. Horst Seehofer, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident, sagte einmal: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“ Das ist doch eine klare Ansage. Und Joseph „Joschka“ Fischer, ehemaliger deutscher Außenminister, behauptete einmal: „Wenn die Mehrheiten sich verändern, mag es eine andere Koalition geben. Aber es wird keine andere Politik geben. Dazu steht zu viel auf dem Spiel. Das wissen alle Beteiligten.“ Also weiß man schon, wie es weitergeht. Diese Ansicht vertrat bereits Oscar Wilde. Er sagte nämlich: „Wenn Wahlen wirklich etwas verändern würden, wären sie schon längst verboten.“ Da passt dann ein Spruch dazu, der Volker Pispers zugeschrieben wird: „Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch, dass Handbremsen Hände bremsen und dass Zitronenfalter Zitronen falten.“
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